Der Beckenboden ist eine Muskelgruppe, die wir nicht sehen – aber jeden Tag brauchen. Er gibt unserem Körper Stabilität, unterstützt die Haltung und spielt eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden.

Trotzdem wird kaum darüber gesprochen – obwohl viele Frauen betroffen sind.
Zum Beispiel durch eine schwächere Blase beim Husten, Niesen oder Lachen.

Was genau ist der Beckenboden?

Der Beckenboden liegt im Inneren deines Körpers und bildet die Basis für deine Organe im Bauchraum. Er trägt, stabilisiert und reagiert bei jeder Bewegung – oft ganz unbewusst.

Wann ist Beckenbodentraining sinnvoll?

Ein gezieltes Training kann dich in vielen Lebensphasen unterstützen:

  • bei Blasenschwäche
  • nach Schwangerschaft und Geburt
  • in den Wechseljahren
  • bei viel Sitzen oder wenig Bewegung
  • zur Verbesserung deiner Haltung
Wie kannst du ihn trainieren?

Der erste Schritt ist, ein Gefühl für deinen Beckenboden zu entwickeln. Denn nur wenn du ihn bewusst wahrnimmst, kannst du ihn gezielt stärken.

Ein wichtiger Punkt dabei:
👉 Anspannen und Entspannen gehören immer zusammen.

Auch deine Atmung spielt eine große Rolle – sie unterstützt die Bewegung und Aktivierung des Beckenbodens ganz natürlich.

Gut zu wissen

Viele Frauen sind unsicher, ob sie die Übungen richtig ausführen. Deshalb ist es besonders hilfreich, das Training unter Anleitung zu lernen.

🌿 3 einfache Übungen für deinen Beckenboden

Diese kleinen Übungen kannst du ganz einfach in deinen Alltag integrieren – ohne Hilfsmittel.

1. Wahrnehmen & Anspannen

Setze oder lege dich bequem hin. Spanne deinen Beckenboden an, als würdest du den Urinstrahl kurz anhalten wollen.

Halte die Spannung für ein paar Sekunden – dann wieder locker lassen.

👉 Wichtig:
Nur im Training nutzen – nicht regelmäßig beim Toilettengang.

2. Atmung nutzen

Lege eine Hand auf deinen Bauch und atme ruhig ein und aus.

  • Beim Einatmen: Bauch hebt sich, Beckenboden entspannt
  • Beim Ausatmen: Bauch senkt sich, Beckenboden sanft anspannen

👉 So unterstützt dich deine Atmung ganz natürlich beim Training.

3. Im Alltag aktivieren

Baue kleine Impulse in deinen Alltag ein:

  • beim Warten
  • beim Zähneputzen
  • beim Spazieren

Spanne deinen Beckenboden bewusst an, halte kurz – und entspanne wieder.

👉 Kleine Wiederholungen machen den Unterschied.

💛 Unser Tipp

Weniger ist oft mehr:
Achte auf saubere Ausführung und regelmäßige kleine Einheiten – statt auf viel Anstrengung.

Achte beim Training auf diese Punkte - so vermeidest du häufige Fehler

Typische Fehler beim Beckenbodentraining

❌ Falsche Muskeln anspannen Viele spannen unbewusst Bauch, Gesäß oder Oberschenkel mit an.

👉 Besser: Konzentriere dich nur auf den Beckenboden – ruhig und gezielt.

❌ Zu viel Druck Zu starkes oder verkrampftes Anspannen bringt wenig und kann sogar kontraproduktiv sein.

👉 Besser: Sanfte, bewusste Spannung ist effektiver.

❌ Atmung anhalten Viele vergessen beim Anspannen zu atmen.

👉 Besser: Ruhig weiteratmen – die Atmung unterstützt dein Training.

❌ Zu selten trainieren Einmal üben reicht nicht.

👉 Besser: Lieber täglich kleine Einheiten in den Alltag einbauen.

❌ Nur anspannen – nicht entspannen Der Beckenboden braucht beides.

👉 Besser: Achte immer auf das Zusammenspiel von Spannung und Entspannung.

💡 Unser Tipp

Wenn du unsicher bist, ob du alles richtig machst, lohnt sich ein Training unter Anleitung – so bekommst du Sicherheit und spürst schneller Fortschritte.